In dieser naturreichen Umgebung kommt ein horizontales Linienspiel voll zur Geltung

In dieser naturreichen Umgebung kommt ein horizontales Linienspiel voll zur Geltung

Veröffentlicht am 16.05.2022

Im historischen Park Annahaeghe in Venray entsteht diese Villa, deren Fassade ihren Charakter von den Langformat-Verblendsteinen von Joseph Bricks erhält.

In der Umgebung findet sich eine große Vielfalt an Flora und Fauna sowie besondere ökologische Elemente von hohem historischem Wert. Neben charakteristischem, denkmalgeschütztem Grün prägen zahlreiche stattliche, markante Gebäude aus verschiedenen Epochen, von den 1930er-Jahren bis zum Ende des vorigen Jahrhunderts, die Umgebung.

Gut hundert Jahre später wird der Park renoviert, und dabei entsteht Platz für einige neue Häuser. Unser Kunde Ronald Swinkels von Swkls Architects in Eindhoven hat dieses eindrucksvolle Projekt für den neuen Eigentümer realisiert.

Swkls Architects steht seit 2010 für zeitgenössische Architektur mit einer besonderen Entwurfshandschrift, die sich durch eine minimalistische Formensprache auszeichnet. Diese Formensprache wird von der Suche nach Ruhe und dem Wesentlichen angetrieben, ohne in eine klinische Bildsprache zu verfallen.

Bei diesem Entwurf war es sehr wichtig, die besondere Grundlage des Annaparks nicht aus den Augen zu verlieren. Für jedes neue Haus in Annahaeghe steht der Erhalt des Parkcharakters an erster Stelle. Der Wunsch des Eigentümers: ein modernes Haus für eine große Familie, vollständig unterkellert, mit zwei Geschossen darüber und Flachdach.

Kurz gesagt: eine Suche zwischen den Kontrasten zeitgenössischer Architektur und der eigenen Identität des Parks.

Skulptural und doch in feiner Harmonie mit der Umgebung

Im Vergleich zur Umgebung, in der die älteren Häuser Vorderfassaden mit gebogenem Mauerwerk haben, ist dieses Haus gerade und horizontal. Der Entwurf hat einen skulpturalen Charakter erhalten. Dennoch wird durch eine tektonische Fassade die Verbindung zur naturreichen Umgebung und ihrer besonderen Geschichte hergestellt.

„In dieser naturreichen Umgebung kommt ein horizontales Linienspiel voll zur Geltung. Der Franklin hat eine angenehme Textur und begrenzte Farbnuancen. Man sieht fast den Ton. Das gibt dem Stein einen handwerklichen, erdigen Charakter, sodass sich die Fassade nahtlos in die Landschaft einfügt. Zusammen mit der Verfugung verleiht der Langformat-Verblendstein der Fassade eine besondere Schichtung. Durch die zurückliegende Fuge werden die horizontalen Linien noch stärker betont. Die Stoßfuge wurde weggelassen. Dafür muss der Stein gerade genug sein, und das ist bei Joseph Bricks der Fall. Außerdem entsteht ein schöner Kontrast zu den Aluminiumtüren und -fensterrahmen.

Die historischen Häuser in der Umgebung haben oft feinere Steine und etwas dünnere Fugen. Eine glatt verputzte Fassade oder etwa ein Strangpress-Verblendstein würden hier nicht passen. Der handwerkliche Langformat-Verblendstein fügt sich hier viel besser ein, vor allem in Kombination mit der gewählten Verfugung.

Gemeinsam mit dem Bauherrn bin ich zu einem Baustoffhändler gegangen, um einen Stein auszuwählen, der zum Entwurf passt. Die Wahl war schnell getroffen. Wir waren sofort überzeugt: Dieser Stein hebt sich ab. Er wurde aus ästhetischen Gründen gewählt. Dass er ökologisch hergestellt wird, ist ein schöner Nebeneffekt.“