Ein neuer Anfang

Ein neuer Anfang

Veröffentlicht am 01.05.2024

Philip und seine Familie suchten einen Ort, um ein Haus zu bauen, nicht nur für sich selbst, sondern auch für seine Schwiegereltern. Sie wollten nah beieinander wohnen und doch jeder seinen eigenen Raum behalten. Bei ihrer Suche entdeckten sie ein verfügbares Grundstück: einen idyllischen Hof mit Potenzial für vier Häuser. Das Grundstück am Rand von Bunschoten im weiten Polder bietet ein atemberaubendes Panorama mit Inseln und weiten Wiesen. Der benachbarte Reitstall und der Blick auf Pferde, Schafe, Alpakas und gelegentlich vorbeifliegende Greifvögel einer örtlichen Falknerei verstärken den ländlichen Charme dieses Ortes.

Balance zwischen Individualität und Einheit

Nach erfolgreichen Verhandlungen wurde 2020 eine Vereinbarung geschlossen. Architekt Michiel Blokker aus Bunschoten übernahm den Entwurf der Häuser. Sein Entwurf für vier eigenständige Häuser findet eine Balance zwischen Individualität und Einheit. Jedes Haus hat seinen eigenen Charakter, während gemeinsame Elemente für eine visuelle Einheit sorgen, etwa Paneele aus derselben Holzart bei Türen und Fensterpartien. Da es keine umliegenden Häuser gibt, konnten große Fenster integriert werden. So genießen die Bewohner einen freien Blick auf die umgebende Polderlandschaft. Jedes Haus hat an Vorder- und Rückseite durchgehende Fenster vom Boden bis zum First. Die Nebengebäude sind einheitlich in dunklem Anthrazit ausgeführt, die Fassadenbekleidung variiert jedoch von Haus zu Haus. Die Dacheindeckung reicht von Dachziegeln bis Reet und gibt jedem Haus seine eigene Identität. Ausgeführt wurde das Projekt fachkundig von Heijnen Bouw.

Philip erzählt

„Bei der Wahl unseres Verblendsteins hatte sich der Architekt vom Kolumba-Museum in Köln inspirieren lassen, einem Museum für kirchliche Kunst, ursprünglich in der Kirche St. Kolumba. Dort wurde mit langen, hellgrauen Verblendsteinen gearbeitet. Zuerst wollten wir genau denselben Stein, aber der war sehr teuer. Beim Baustoffhändler sahen wir uns alle möglichen Alternativen verschiedener Lieferanten an. Der Verblendstein ‚Michael‘ von Joseph Bricks fiel sofort auf. Dieser hellgraue, fein melierte Langformat-Verblendstein überzeugte uns beim Händler sofort durch seine Farbe und Qualität. Sehr praktisch war, dass wir die Muster mit Verfugung und Mauerverband auf einer Probetafel ausprobieren konnten. So bekamen wir ein besseres Bild vom Ganzen. Die Steine wurden im wilden Verband ohne Stoßfugen vermauert, mit einer hellen, dezenten Fugenfarbe. Der Stein von Joseph Bricks ist etwa halb so lang wie der Stein des Kolumba-Museums. Aber als ich das Kolumba-Museum in Köln kürzlich sah, fand ich, dass das Ergebnis bei uns besser passt. Mir gefiel auch, dass dieser Stein aus Belgien kommt, genau wie ich.“